Berufsorientierung

Durch praxisnahes Arbeiten in Schüler*innen-Firmen und externe Praktika bereiten wir intensiv auf das Berufsleben vor, um den Übergang in die Arbeitswelt zu erleichtern. Gleichzeitig ermöglicht das Konzept den Wechsel an ein Berufskolleg wie das RWB Essen, um dort erfolgreich das Abitur zu absolvieren.

Wie geht es weiter nach Klasse 10?

Wir legen besonderen Wert auf eine langfristige Berufsvorbereitung, weil wir unsere Hauptaufgabe darin sehen, unsere Schüler*innen auf "das Leben danach" vorzubereiten. Dabei starten nicht alle nach dem Schulabschluss direkt in die Berufspraxis. Jedes Jahr entscheiden sich auch Jugendliche dazu, zunächst den Weg zum Abitur einzuschlagen. Dafür wechseln sie zum Beispiel an das Rheinisch-Westfälischen Berufskolleg in Essen.

Praxisorientiert im Betrieb und an der Schule

In Klasse 8 und 9 machen die Schüler*innen je zwei Betriebspraktika. In Klasse 10 kommt ein weiteres Praktikum dazu.

Außerdem arbeiten in Klasse 8 alle Jugendlichen einmal pro Woche in einer Schüler*innen-Firma unserer Schule. Zur Auswahl stehen:

  • Knabberecke (Schülerbistro)

  • Nähkästchen (Textilarbeiten)

  • Gartenbau

  • Holzwurm (Arbeiten mit Holz)

Hier werden nicht nur praktische Fähigkeiten vermittelt, sondern auch wichtige Dinge für das Berufsleben erlernt: zum Beispiel Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Durchhaltevermögen und Teamarbeit.

Für die Arbeit erhalten alle ein Arbeitszeugnis, das für spätere Bewerbungen genutzt werden kann.

Schüler*innen, die nicht an den Zentralen Abschlussprüfungen teilnehmen, arbeiten auch in den Klassen 9 und 10 weiter in der Schüler*innen-Firma.

Unsere Schüler*innen-Firmen

An unserer Schule bilden vier Schüler*innen-Firmen den Arbeitsalltag realitätsgetreu ab. Von der Planung über die Produktion bis zum Verkauf wirtschaften die Jugendlichen eigenverantwortlich mit einem Startkapital. Ziel ist es, am Ende des Schuljahres einen leistungsgerechten Lohn an die Mitarbeiter*innen auszuzahlen.

Der Weg in die Firmen orientiert sich am echten Arbeitsmarkt: Die Schüler*innen der Klassen 8 bis 10 absolvieren einen Schnuppertag, reichen Bewerbungen ein, führen Vorstellungsgespräche und unterzeichnen Arbeitsverträge. Dieses Konzept ergänzt die externen Praktika und bereitet optimal auf das Berufsleben vor.

Im Fokus steht die Förderung wichtiger Kompetenzen:

  • Eigenverantwortung und Teamfähigkeit

  • Zuverlässigkeit und Leistungsbereitschaft

  • Problemlösefähigkeit und professionelles Verhalten

Besonders für lernschwächere Jugendliche bietet dieser praxisnahe Unterricht eine hohe Motivation. Durch greifbare Aufgaben erfahren sie Anerkennung und Vertrauen, während sie gleichzeitig wichtige Arbeitstugenden für ihre Zukunft entwickeln.

Knabberecke

Die Schüler*innen-Firma "Knabberecke" vereint gesundes Kochen mit echtem wirtschaftlichem Handeln und sorgt wöchentlich für eine frische Pausenverpflegung an unserer Schule.

Realistisches Arbeiten in der Küche

Jeden Dienstag verwandelt sich die Lehrküche in einen professionellen Gastronomiebetrieb. In einer leistungsgemischten Gruppe planen die Schüler*innen den Einkauf, besorgen die Zutaten selbstständig und bereiten vielfältige Speisen zu. Der Fokus liegt dabei auf dem Grundsatz gesunde Ernährung. Neben Klassikern wie Pizzabrot, Brezeln oder Waffeln gibt es auch Obstsalate, Rohkostsalate und belegte Vollkorn-Sandwiches zu günstigen Preisen. Die Eigenkreation Gemüse-Burger ist besonders beliebt!

Verkauf und wirtschaftliches Handeln

Die fertigen Snacks werden im schuleigenen Bistro an Mitschüler*innen verkauft. Die Lehrer*innen werden über einen mobilen Verkaufswagen im Lehrerzimmer versorgt. Durch den direkten Verkauf schulen die Jugendlichen ihren Umgang mit Geld sowie ihre Kundenorientierung. Über den Pausenbetrieb hinaus übernimmt das Team regelmäßig die Bewirtung bei Buffets für Schulfeiern oder Geburtstage.

Teamgeist und Erfolgserlebnisse

Wie in einem echten Betrieb werden berufsbezogene Fähigkeiten wie Ausdauer, Zuverlässigkeit und Teamarbeit gezielt gefördert. Das Engagement zahlt sich aus: Die erwirtschafteten Gewinne fließen in Schulprojekte oder Anschaffungen. Als Anerkennung für die geleistete Arbeit erhalten alle Mitarbeiter*innen am Schuljahresende einen kleinen Lohn.

Nähkästchen

In der Schüler*innen-Firma "Nähkästchen" erledigen wir Textilarbeiten für Sie, wie nähen, bügeln oder mangeln.

Wir nähen für Sie:

  • Bettwäsche

  • Beutel aller Art

  • Schürzen

  • Sofakissen

  • Tischdecken

  • Tischsets

  • Vorhänge

  • und vieles mehr

Wir bügeln für Sie:

  • Blusen

  • Oberhemden

  • Hosen

  • Röcke

Wir mangeln für Sie:

  • Tischdecken

Gartenbau

Die Schüler*innen-Firma "Gartenbau" kümmert sich um die Außenanlagen unserer Schule. Im Auftrag unseres Schulträgers – des Landschaftsverbands Rheinland – der uns auch bezahlt, machen wir den Schulhof und die Spielplätze sauber, entfernen Unkraut aus den Beeten, kümmern uns um das Herbstlaub und pflanzen neue Blumen und Sträucher.

Aktuell beschäftigen wir uns mit einem Projekt neben dem Schulbushof. Um Platz zu gewinnen, sägen wir viele kleine Bäume ab und pflegen das Gelände. Wir wollen dort einen kleinen Garten anlegen und einen Platz für einen Komposthaufen schaffen.

Holzwurm

Die Tätigkeiten in der holzverarbeitenden Schüler*innen-Firma "Holzwurm" sind sehr bunt gemischt, einerseits werden zum Beispiel Türen repariert, Stühle verleimt oder Reparaturaufträge durchgeführt, andererseits werden auch Auftragsarbeiten angenommen: So entstehen zerlegbare Schaukelstühle, Bumerange, Erzähltheater oder Schlüsselbretter. Die Schüler*innen arbeiten dabei in unseren professionell ausgestatteten Werkräumen.

Unterstützung von außen

Im Bereich der Berufsorientierung helfen uns viele außerschulische Institutionen, zum Beispiel:

Einmal im Jahr gibt es einen Informationsabend für Schüler*innen und Eltern oder Erziehungsberechtigte, bei dem sich alle Institutionen vorstellen. Sobald der konkrete Termin feststeht, finden Sie ihn auch auf unserer Übersichtsseite Termine .

Zusätzlich arbeiten wir punktuell mit RWE und dem Ausbildungszentrum der Bauindustrie zusammen – unterstützt vom Inklusionsamt des Landschaftsverbands Rheinland (LVR) .