Beratung

Ihr Kind hat eine Hörschädigung oder es besteht der Verdacht darauf? In unserer Beratungsstelle bieten wir umfassende Diagnostik und Begleitung – von der Frühförderung bis zum Schulabschluss. Wir planen gemeinsam mit Ihnen den besten Bildungsweg für Ihr Kind.

Unsere pädagogisch-audiologische Beratungsstelle

Bei jährlich über 400 Beratungen in der LVR-David-Ludwig-Bloch-Schule lassen sich die Belange von Früherziehung, Förderschulkindergarten, Grund- und Hauptschule in Verbindung mit außerschulischen Einrichtungen verknüpfen. Der ständige, unbürokratische Austausch zwischen allen Bereichen der Schule und der Beratungsstelle ist für Schüler*innen, Eltern oder Erziehungsberechtigte und Lehrer*innen gewährleistet.

Die pädagogisch-audiologische Beratungsstelle übernimmt Aufgaben in der Beratung und Diagnostik für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche und jene, bei denen ein Hörschaden vermutet wird. Dabei begleiten wir die Kinder und Jugendlichen über die gesamte Laufbahn, von der Frühförderung bis zur Schulentlassung. Für unterschiedliche Probleme und Fallgruppen stehen Pädagog*innen zur Verfügung, deren Einsatz im Beratungsteam koordiniert wird.

Wie kommt Ihr Kind in unsere Beratungsstelle?

Wenn bei Ihrem Kind der Verdacht auf Gehörlosigkeit, Schwerhörigkeit oder auf eine Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung (AVWS) besteht, können Sie im Schulsekretariat anrufen und Ihr Kind anmelden. Kolleg*innen unserer Beratungsstelle melden sich bei Ihnen zurück und vereinbaren einen Termin in unserer Schule.

Testung und Diagnostik

Beim Termin in der Schule testen wir zunächst ausfürlich die Hörfähigkeit Ihres Kindes mit unterschiedlichen Untersuchungsmethoden.

Diagnostik (Audiometrie)

  • Tonaudiometrie

  • Sprachverständnis mit Hörgeräten (modifiziertes Freiburger Sprachverständnis mit Rauschen: Hören im Störschall)

  • Unbehaglichkeitsschwelle & Richtungshören

  • Dichotisches Sprachverstehen

  • Auditive Merkfähigkeit (Mottier-Test, PET – Zahlenfolgen-Gedächtnis)

In Einzelfällen folgen auf die Untersuchung des Hörvermögens weitere Tests und Untersuchungen.

Mögliche weiterführende Diagnostik

  • Sprachfreier Intelligenztest: SON-R 2-8 (für Kinder von zweieinhalb bis sieben Jahren) oder SON-R 6-40 (von 6 bis 40 Jahre)

Abschlussgespräch

Im Anschluss bekommen Sie als Eltern oder Erziehungsberechtigte ausführliche Informationen und Erklärungen zu den Ergebnissen.

Wie geht es weiter?

Bestätigt sich die Vermutung und die Ergebnisse der Tests weisen auf eine Schwerhörigkeit oder eine Auditive Verarbeitungs- und Wahrnehmungsstörung hin, wird überlegt, welche Schritte dem Kind in seiner weiteren Entwicklung und seinem schulischen Lernen helfen können:

  • Überweisung an die Pädaudiologie (bei Verdacht auf Schwerhörigkeit)

  • Beratung und Information der Klassenleitung an der allgemeinen Schule durch eine Kollegin unserer Schule (Schulbesuch), um günstige Lernbedingungen zu schaffen

  • Tipps und Ideen zur Unterstützung der Kinder

Bei gravierenden Problemen gibt es die Möglichkeit, an unsere Schule zu wechseln. Hier profitieren die Schüler*innen von den Bedingungen an einer Förderschule mit dem Förderschwerpunkt Hören und Kommunikation: kleine Lerngruppen, akustisch optimierte Räume, Unterrichtsprinzipien des Förderschwerpunktes Hören und Kommunikation.

Schullaufbahnplanung

Alle Wege sind offen – jederzeit!

Nicht für jedes hörgeschädigte Kind ist schon zur Einschulung klar, welchen schulischen Weg es nehmen kann und wird. Wenn ein sonderpädagogischer Unterstützungsbedarf besteht, planen wir gern gemeinsam mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten, was für das jeweilige Kind passend erscheint.

Flexibler Start

Manche Schulanfänger*innen benötigen nur Unterstützung in der allgemeinen Schule (Gemeinsames Lenen ). Andere starten an unserer Schule, um dann gestärkt in die Grundschule zu wechseln. Ein Wechsel des Förderortes ist in der Regel am Ende jedes Schuljahres möglich.

Langfristige Perspektive

Es besteht die Möglichkeit, die gesamte Schulzeit an unserer Schule zu verbringen (Primarstufe und Sekundarstufe I ). Wir unterrichten auch nach den Richtlinien der allgemeinbindenden Schulen. Die kleineren Lerngruppen und besseren akustischen Bedingungen sind für viele Kinder aber sehr hilfreich.

Berufswahl & Zukunft

Während der Schullaufbahn durchlaufen unsere Schüler*Innen eine bewährte und umfangreiche Berufsvorbereitung . Ein Wechsel in die Sekundarstufe II, um das Abitur zu erreichen (zum Beispiel am Rheinisch-Westfälischen Berufskolleg in Essen ) ist ebenfalls möglich.

Sie möchten einen Termin vereinbaren oder haben Fragen?